Bis heute...

1998 gastierte die manipulatorische und wissenschaftlich anfechtbare Wehrmachtsaustellung in Aachen. Teutonia entschloss sich zusammen mit Libertas Brünn zu Aachen zu einer Gegenveranstaltung mit Kritikern aus Bundeswehr und Hochschule. Die Veranstaltung konnte, obwohl sich eine Hundertschaft der Polizei um deren Schutz bemühte, nicht im dafür vorgesehenen Saal stattfinden und wurde deshalb auf das Haus der Teutonia verlegt. Die Autonomen und Linksfaschisten gingen derart aggressiv vor, dass erheblicher Sachschaden entstand und mehrere Teutonen verletzt wurden. Das Teutonenhaus wurde noch zwei Tage von drei Mannschaftswagen der Polizei geschützt, welche auch etwa ein Dutzend anderer Verbindungshäuser mit kleinen Einheiten sicherte. Verurteilt wurde von den mitunter namentlich bekannten, gewalttätigen Demonstranten bis heute keiner. Unser Protest hat sich dennoch als richtig erwiesen. Der Wehrmachtsausstellung sowie deren Protagonisten (Reemtsma, Heer, Messerschmidt) konnten Fälschungen bzw. Verfälschungen nachgewiesen werden. Letztendlich hat sich die Wehrmachtsausstellung als unwissenschaftlich herausgestellt.

Im Jahr 2002 entschloß sich Teutonia zum Anschluß an den Rheinischen Ring. Dieser ist ein über 90 Jahre alter Zusammenschluß von Burschenschaften innerhalb des Verbands, die früher – mit einer Ausnahme – dem RVdB angehörten. Neben Arminia und Germania Hannover gehören dem Kartell Arminia-Gothia und Germania Braunschweig sowie Hilaritas Stuttgart an. Der Rheinische Ring hat sich die Pflege der Freundschaft unter den Mitgliedern zum Ziel gesetzt.

 

90. Stiftungsfest des Rheinischen Ringes, Aachen 2010

Ende des ersten Jahrzehnts diese Jahrhunderts traten zunehmend mehr Burschenschaften aus unserem Verband, der „Deutschen Burschenschaft“, aus. Auch wir sahen einen starken Reformbedarf der inneren Strukturen und bemängelten eine inkonsequente Abgrenzung von Verbandsburschenschaften zu rechtsextremen Positionen. Zusammen mit etwa 35 Burschenschaften gründeten wir die „Initiative burschenschaftliche Zukunft“, und unternahmen einen letzten Versuch einer Verbandsreform. Da dies scheiterte, traten wir – wie viele weitere Burschenschaften – am 08.12.2012 aus der Deutschen Burschenschaft aus.

Am 3. Oktober 2016 in Jena gründeten wir gemeinsam mit 26 weiteren Burschenschaften einen neuen burschenschaftlichen Verband: Die „Allgemeine Deutsche Burschenschaft“ (ADB).

Im Jahr 2018 ist die Aachener Burschenschaft Teutonia Vorsitzende Burschenschaft der ADB, und steht damit zum ersten Mal in ihrer Geschichte an der Spitze eines burschenschaftlichen Verbandes.

Gründungsurkunde der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft
Gründungsurkunde der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft

Rückblickend kann Teutonia in ihrer über 110jährigen Geschichte auf 23 Professoren und um die 150 promovierte Bundesbrüder mit Stolz und Hochachtung blicken. Dazu kommen noch viele Bundesbrüder, die hohe Positionen in der nationalen wie internationalen Wirtschaft sowie in Ministerien bekleideten und noch bekleiden.

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